Saisonrückblick der Damen1

236f94d4-2045-4b23-bd6a-ad69cb52649c.JPG-VOLLEYTEAM ROADRUNNERS | Volleyball in meiner Stadt!

Die Saison 2018/19 ist nun auch (endlich) für die Damen1 offiziell zu Ende gegangen. Harte Arbeit im Training, spannende Spiele, böse Verletzungen, große Veränderungen, tiefe Freundschaften, bittere Niederlagen – es war alles dabei, was für unseren Sport bedeutend ist.

 

Begonnen wurde mit dem Trainingslager im August in Hartberg, das den Höhepunkt der langen Vorbereitung darstellte, bei dem die Mannschaft viele alte Gesichter, aber auch einige Neuzugänge in der Mannschaft begrüßen durfte. Die neuen Spielerinnen, die das jetzt sehr heterogene Team auf allen Positionen vervollständigten und schließlich zu dem gemacht haben, was es heute ist, trugen gemeinsam mit den ,,alten (und jungen) Hasen“ maßgeblich zum heurigen Erfolg bei.

 

Nachdem im September ein Vorbereitungsturnier gespielt wurde, um als Mannschaft (wieder) zusammenzufinden, und dieses auch klar gewonnen werden konnte, stand Anfang Oktober, mit dem lang ersehnten Österreichcup-Spiel, das erste Saisonhighlight am Programm. Durch das Gewinnen des Wiener Cups in der abgelaufenen Saison, waren die Damen1 startberechtigt und trafen in der ersten Runde unglücklicherweise auf niemanden Geringeren als den Rekordmeister SG VB NÖ Sokol/ Post. Aufgrund der sogenannten ,,Österreicherregel“ (nur österreichische Staatsbürgerinnen bzw. Personen, die in Österreich mit Volleyball begonnen haben sind spielberechtigt) fehlten den Damen1 gleich drei wichtige Spielerinnen. Obwohl die Chancen auf ein Aufsteigen ins Viertelfinale minimal waren, gab das Team aus Wien alles und nach anfänglichen Nervositäten, kam es im zweiten Satz fast zu einer Sensation, denn dieser wurde nur mit 24:26 knapp aus der Hand gegeben.  
Letztendlich wurde das Spiel schließlich mit 3:0 verloren, aber dieses erste Auftreten auf österreichweitem Niveau sorgte unter anderem für zahlreiche Erfahrungen.

 

In der Wiener Landesliga startete daraufhin eine unglaubliche Siegesserie der Damen1. Ganze sieben Siege in Folge durften gefeiert werden, ehe erst im Dezember eine bittere 3:0 Niederlage gegen den heurigen Wiener Meister Uww1 folgte. Somit überstand man die Hinrunde des Grunddurchganges, als einziges Team der Liga, ungeschlagen. Parallel dazu sorgten drei Siege im Wiener Cup für das Einziehen ins Halbfinale, sprich zehn Erfolge hintereinander, was keiner anderen Mannschaft gelang. Trotz einer langen spielfreien Zeit im Dezember und Jänner wurde fleißig weiter trainiert, um in der Rückrunde genauso zu attackieren, wie in der Hinrunde, was schließlich auch gelang. Obwohl noch eine 2:3 Niederlage gegen Simmering hingenommen werden musste, endete der Grunddurchgang so hervorragend wie er begonnen hatte. Durch die Siege gegen die restlichen Landesligamannschaften konnte dieser mit vier Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Simmering für die Damen1 entschieden werden. Von insgesamt 12 Spielen, konnten zehn Siege bejubelt werden.

 

Wegen einigen Unstimmigkeiten bezüglich der Tabelle (nur die Punkte der Rückrunde gegen die ebenfalls aufgestiegenen Gegner wurden in die Meisterrunde mitgenommen), wurden die Damen1 vor dem Starten dieser auf den dritten Rang zurückgeworfen und hatten deswegen einen drei Punkte Rückstand auf den neuen Führenden, Simmering, wieder gut zu machen.  

 

Doch zunächst einmal folgte das Halbfinale des Wiener Cups gegen Uww1. In einem spannenden Spiel, auf hohem Niveau, gelang es den Roadrunnerdamen wieder nicht, den Sack zuzumachen und so musste man sich erneut 3:0 geschlagen geben. Auch die zweite Chance, durch den Looserpool doch noch das Finale zu erreichen, wurde vergeben, was bedeutete, dass der Traum von der Titelverteidigung endgültig geplatzt war. Obwohl in der Meisterrunde der Landesliga bis auf nur ein Spiel, alle Matche klar gewonnen wurden, reichte es auch hier nicht, um den Meistertitel zu verteidigen, zu groß war bereits der Rückstand auf Uww1.

 

Dementsprechend groß war die Enttäuschung in der Mannschaft, allerdings durfte sie nicht zu lange anhalten, denn durch den gewonnenen Grunddurchgang wurde ein Startplatz in der Relegation für den Aufstieg in die zweite Bundesliga fixiert!

Am 30. März war es schließlich so weit. Zu Gast kam eine gänzlich unbekannte Mannschaft aus Zwettl. Nach zwei souveränen Sätzen zu Beginn, riss der Faden bei den Wienerinnen und die Gegnerinnen kamen dafür umso besser in Schwung. Im Tiebreak zeigten die Roadrunners dagegen wieder, was in ihnen steckt und gewannen deutlich mit einem riesigen Vorsprung.
Eine Woche später stand mit der Reise nach Wolfsberg ein weiterer Saisonhöhepunkt statt. Die Kärntnerinnen waren ebenfalls nicht bekannt für die Damen1 und so erwartete man ein spannendes Spiel, was es im wahrsten Sinn des Wortes auch wurde. Durch einen verschlafenen Anfang und extrem motivierte Wolfsbergerinnen, musste der erste Satz abgegeben werden, alarmiert davon sammelten die Roadrunners gemeinsam ihre Kräfte und holten einen hart umkämpften 3:1 Sieg, der gleichzeitig den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga bedeutete.
Nach einer Stärkung in einem Berggasthof, um den schönen Tagesausflug noch abzurunden, kam man schließlich glücklich gegen Mitternacht wieder in Wien an.

 

Zurück in der Hauptstadt konnte man sich keineswegs eine Pause gönnen, musste doch noch das kurzfristig neu gesetzte Saisonziel, der Vizemeistertitel, erreicht werden. Aufgrund des Bundesligaerfolgs konnte der positive Schwung und die gute Stimmung in die Landesliga mitgenommen und alle verbleibenden Spiele gewonnen werden.

 

Durch das Absagen des ,,Abschiedsspiels“ (Nichtantritt der Gegnerinnen) am 12. Mai wurden die Vtr- Damen zwar um ein letztes Landesligamatch gebracht, allerdings bedeutete das auch gleichzeitig die endgültige Fixierung des zweiten Platzes. Mit 16 Siegen in 20 Ligaspielen sind die Damen1 auch zugleich das Team mit den wenigsten Saisonniederlagen!

Die ,,Mission Titelverteidigung“ wurde bedauerlicherweise nicht erfüllt, aber ein zweiter Platz, sowie der erreichte Aufstieg in die zweite Bundesliga können sich trotzdem sehen lassen.

 

An dieser Stelle ein riesiges DANKE an alle Zuschauenden, die uns regelmäßig bei den Spielen unterstützt haben, sowie natürlich allen Personen und dem Verein, die diese Saison ermöglicht haben, allen voran dem Trainer Sebastian Kantor, der der Mannschaft mit unermüdlichen Einsatz jederzeit zur Seite gestanden ist.